/ 28.Aug.2009
Ich schließe mich ja persönlich der Analyse Katrin Rönickes vollständig an. Diese Erkenntnis (der zwangsweisen Veränderung von körperlicher Ästhetik und Sexualität durch Pornographie) bringt mich aber zu dem Punkt: Woher kommt denn dieser Einfluss? Wer genau treibt den voran? Wer schaut denn aktiv und dauerhaft die ganzen Pornos und wendet sie dann auf sein Leben und das seiner Umwelt an? Ich kenne niemanden der das tut (oder vielleicht nur keinen der das zugeben würde).
Ich gehe mal einen Schritt weiter. Ich habe vor kurzem in der SZ gelesen, dass sich Frauen in der Pornoindustrie um Los Angeles (aber wahrscheinlich auch sonst überall) die Haut um die Rosette bleichen lassen um rosiger auszusehen. Nach dieser Information haben sich mir zwei Fragen gestellt: Wollte ich das wissen und mir dann vorstellen? Und warum habe ich eigentlich bis dahin gelesen? Ich glaube das Pornographie die bürgerlichen Medien fasziniert und mit ihnen ihre Leser. Aber es bleibt immer eine Faszination von etwas Fremdem, etwas Abstoßendem. Das Wallpaper* Magazine hat nun ein wunderbares Video des Photographen und Video Künstlers Robbie Cooper produziert, in dem man Menschen kennenlernt, die regelmäßig und bewusst Pornos konsumieren. Sie sprechen darüber, wie sie dazu gekommen sind und weshalb und wie sie damit heute umgehen. Zwischendurch lernt man sie auch bei ihrer logischen Tätigkeit während des Betrachtens von eben diesen Pornos kennen: Masturbierend.
(via Wallpaper* Magazine)
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